Digitale EU-Verbraucherschutzgesetze weisen Lücken auf
Die Europäische Kommission hat drei zentrale europäische Verbraucherschutzgesetze im digitalen Bereich überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass Verbraucher:innen dadurch nicht das Gefühl vermittelt werde, »die volle Kontrolle über ihre Online-Aktivitäten zu haben«. Es berichtet heise online.
In einem am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Bericht stellt die EU-Kommission die Ergebnisse der drei überprüften Gesetze vor. Dabei handelt es sich um die Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken, die Verbraucherrechte-Richtlinie und die Richtlinie über missbräuchliche Vertragsklauseln. Zentrale Gefahren sieht die EU-Kommission u.a. in Dark Patterns. Auch vermehrte personalisierte Werbung führe zur Schwächung des Vertrauens der Verbraucher:innen in digitale Dienste.
Um u.a. diesen Befunden entgegenzuwirken, werde die EU-Kommission die Arbeit für ein »Gesetz für digitale Fairness« umgehend aufnehmen, erklärte Ursula von der Leyen.
Dokumente:
- Meldung bei heise online vom 4. Oktober 2024
- Bericht »Kommissionsbewertung: Erfolge und Grenzen von Gesetzen zum Verbraucherschutz im digitalen Raum«
Institutionen:
Permanenter Link zu dieser News Nr. 7539:
https://www.urheberrecht.org/news/7539/
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