Nicht öffentlicher KEF-Bericht: Verschwendungs-Kritik gegenüber ARD-Anstalten
Die »BILD« hat am vergangenen Mittwoch aus einem nicht öffentlichen Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zitiert, in dem die Kommission den Öffentlich-Rechtlichen, insbesondere der ARD, mangelnden Sparwillen und Verschwendung vorwerfen soll. Kritik übe die KEF auch an der unterschiedlichen Produktivität der Mitarbeiter der ARD-Anstalten. In dem Bericht, der der »BILD« vorliegt, heiße es u.a: »Die Kommission erwartet deutlich intensivere Einsparungen durch die ARD-Anstalten.«
Die ARD weist die Kritik zurück. In seiner Stellungnahme betont der Vorsitzende der ARD-Finanzkommission, BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel, die derzeit laufenden Sparbemühungen und die umfassende Strukturreform mit konkreten Projekten. Zur »angeblich unterschiedliche Arbeitseffiziens« innerhalb der ARD, erklärt Frenzel: »Hier werden munter Äpfel mit Birnen verglichen.«
Bereits im Dezember vergangenen Jahres wurde ein Berichtsentwurf der KEF bekannt, wonach der angemeldete Finanzbedarf der Öffentlich-Rechtlichen in der nächsten Rundfunkbeitragsperiode kekürzt werden soll (vgl. Meldung vom 12. Dezember 2017).
Dokumente:
- Pressemeldung der ARD vom 25.Januar 2018
- Meldung bei DWDL vom 25. Januar 2018
- Meldung bei Meedia vom 25. Januar 2018
Institutionen:
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